Rezension

„Schattenschrei“ (Victoria Bergman III) – Erik Axl Sund

+++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++

Während Jeanette Kihlbergs Ermittlungen endlich Erfolge zeigen, geht Sofia durch die Hölle. Ist Victoria Bergman schuldig?
Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt … Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.

Autor*innen: Erik Axl Sund
Titel: Schattenschrei
Preis: 12,99€
Übersetzung: Wibke Kuhn
Erscheinungsdatum: 17.11.2014
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 448
ISBN: 978-3-442-48119-4

Meine Meinung
Schon lange hat mich keine Reihe mehr so gepackt wie die „Victoria Bergman“-Trilogie. Das Finale mit „Schattenschrei“ war noch einmal ein ganz besonderes Abenteuer und eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Charaktere, welche man über die gesamten drei Bücher kennenlernt, tauchen natürlich auch im letzten Buch der Trilogie auf. Die komplette Handlung wird noch einmal auf eine ganz neue Ebene des Grauens gehoben und man taucht mit jeder Seite mehr in das dunkle Nebelmeer aus Ereignissen der Vergangenheit ein.

Das Autorenduo hat einen großartigen Psychothriller verfasst, der nichts für schwache Nerven ist und final alle vorhandenen Handlungsstränge auflöst und miteinander verknüpft, sodass man am Ende alle Fragen geklärt hat. Zwischenzeitlich hatte ich Angst, dass das unmöglich sein könnte, da es in meinen Augen doch noch einige Fragen zu klären gab, doch am Ende kam einfach der große Knall, der so ganz anders war als das, was ich erwartet hatte.
Die Protagonisten durchleben auch in diesem Buch viele private Probleme und Jeanette Kihlberg als Ermittlerin arbeitet zudem ununterbrochen gegen die Zeit. Mir gefiel vor allem noch einmal die beruflich-freundschaftliche Entwicklung zwischen ihr und Jens Hurtig, welcher ja in „Puppentod“ – dem ersten Teil der „Kronoberg“-Trilogie – der Hauptermittler ist.

Das Buch war durchgehend spannend und man war wieder bis zum Schluss am Rätseln, was jetzt eigentlich wirklich passiert ist und wer der Mörder ist, den man seit Beginn der Trilogie gesucht hat. Dabei haben die Autoren keine Grausamkeit ausgelassen und sich Sachen erdacht, von denen man hofft, dass es für immer nur ein Hirngespinst in einem Buch bleiben wird, weil es über das „normale“ Grauen hinausgeht. Sprachlich wie inhaltlich ein großer Erfolg!
Das Buch sowie die gesamte Reihe erhalten von mir 5 Sterne und eine große Empfehlung an alle, die etwas lesen wollen, dass viel Fantasie für das Schlechte im Menschen bereithält.

(Und auch wenn solche Bücher keine Triggerwarnungen haben, sollte gesagt sein, dass Themen behandelt werden, die definitiv keine leichte Kost sind. In dieser Trilogie geht es nicht nur um psychische Erkrankungen wie dissoziale Persönlichkeitsstörungen und Depression. Präsent wird auch die Thematik Kindesmissbrauch und -pornografie behandelt und stellt einen großen Aspekt der Hauptgeschichte dar.)

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