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Ein Januar in Italien: Der erste Monat meiner Wortweltreise

Hallo ihr Lieben ❤
Ich melde mich zurück aus meiner Weihnachts- bzw. Winterpause. Ehrlicherweise habe ich ein wenig Zeit für mich gebraucht und habe mich dennoch sehr auf meine literarische Weltreise gefreut, die auch direkt am 1. Januar begonnen hat.

Wie schon einmal erwähnt, war mein erstes „Reiseziel“ Italien und ich habe mich gemeinsam mit Goethe auf seine Italienische Reise begeben. Da er in Karlsbad startet und über die Alpen reiste, hatte es den Eindruck, dass man wirklich nach Italien reist. Ich habe den Monat mit Goethe genossen. Es war eine kulturelle Reise, die mich daran erinnert hat, wie ich vor fast zehn Jahren so wie er in Rom, Neapel und Pompeii war. Auch der Aufstieg auf den Vesuv hat mich an meine eigenen Erlebnisse erinnert – nur, dass der Vesuv im Gegensatz zu Goethes Zeiten bei mir damals nicht ausgebrochen ist. Dennoch hat diese Reise auch eine Sehnsucht geweckt und Mr. Deviser und ich haben tatsächlich überlegt, ob wir im Februar ein paar Tage nach Italien fliegen, weil er im Gegensatz zu mir noch nie in Rom und Neapel war. Pompeii würde er super gerne auch einmal in live sehen. Und Italien lieben wir beide sehr. Aber vermutlich werden wir die Urlaubstage im Februar dazu nutzen an unserem Bulli weiterzuarbeiten, sodass wir damit, sobald er fertig zum Camper umgebaut ist, die Welt bereisen können. Nicht nur durch Buchseiten, sondern so richtig.


„Italienische Reise“Johann Wolfgang von Goethe

In seinem Reisebericht »Italienische Reise« beschreibt Johann Wolfgang von Goethe seinen Italienaufenthalt zwischen September 1786 und Mai 1788. Das ursprünglich zweiteilige Werk basiert auf seinen Reisetagebüchern, entstand jedoch erst wesentlich später, zwischen 1813 und 1817. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) ist auch 190 Jahre nach seinem Tod noch der bekannteste und meistgelesene deutsche Dichter. Goethes literarisches Schaffen umfasst u.a. Gedichte, Romane und Novellen, Dramen, autobiografische Prosa sowie naturwissenschaftliche Schriften.

Autor*innen: Johann Wolfgang von Goethe
Titel: Italienische Reise
Preis: 13,00€
Übersetzung:
Erscheinungsdatum: 15.10.2025 (Erstveröffentlichung 1816)
Verlag: Nikol
Seitenzahl: 736
ISBN: 978-3-690-43020-3


Neben Goethe haben mich natürlich noch andere Werke nach Italien geführt. Ein Buch, das ich ebenfalls Anfang des Monats gelesen habe, war Tintenherz von Cornelia Funke. Dieses Buch fühlt sich für mich nach einem Gefühl von Heimat an. Es hat mich damals so richtig zum Lesen gebracht und aus den Kinderbüchern, die ich früher gelesen habe, wurden dann Jugendbücher und alles, was sonst noch folgte. Während mich diese Geschichte Anfang Januar begleitete, fragte ich mich oft, ob meine Liebe zu Italien auch durch dieses Buch befeuert wurde. Wie bereits erwähnt, fühlt sich dieses Buch für mich nach Zuhause an und dieses Gefühl habe ich auch irgendwie, wenn ich an Italien denke.


„Tintenherz“ – Cornelia Funke

In einer stürmischen Nacht bekommen Meggie und ihr Vater, der Buchbinder Mo, Besuch von einem unheimlichen Gast, der Mo vor einem Mann namens Capricorn warnt. Am nächsten Morgen reisen Mo und Meggie zu Tante Elinor, die über eine sehr kostbare Bibliothek verfügt. Hier versteckt Mo jenes Buch, das im Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers steht. Ein Abenteuer, in dessen Verlauf Meggie das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst und auch selbst in große Gefahr gerät.

Autor*innen: Cornelia Funke
Titel: Tintenherz
Preis: 23,00€
Übersetzung:
Erscheinungsdatum: 01.08.2003
Verlag: Dressler
Seitenzahl: 576
ISBN: 978-3-7915-0465-0


Nachdem ich Tintenherz beendet hatte, stand ein weiteres Buch auf meiner Liste, dass ich schon länger auf dieser hatte. Das Fenster zur Welt führte mich von Italien nach Großbritannien und von da aus zurück nach Italien. Dieses Buch steckte voller Freundschaft, Kunst, Poesie und allem was dazu gehört. Eine wunderschöne Geschichte, die nicht nur ein Gefühl von Italien vermittelt, sondern auch eine Geschichte, die lange nachklingen wird. Es ist für mich schwer in Worte zu fassen, was dieses Buch ausmacht, aber ich glaube, es ist dieses Gesamtpaket. Die Charaktere, die einem mit jeder Seite mehr und mehr ans Herz wachsen, das Setting und alles, was dazu gehört. Wirklich sehr schön.


„Das Fenster zur Welt“ – Sarah Winman

Ulysses und Evelyn begegnen sich in einem italienischen Weinkeller und sprechen über Kunst und das Leben, zu einem Zeitpunkt, an dem die Schönheit in der Welt nicht leicht zu finden ist. Diese Begegnung knüpft zwischen ihnen ein lebenslanges Band der Freundschaft. Von den sonnenbeschienenen Hügeln der Toskana bis hin zum Londoner East End ist »Das Fenster zur Welt« ein lebensbejahender Roman über Schicksal, Liebe und Familie.
Er ist ein junger britischer Soldat, sie ist eine sechzigjährige Kunsthistorikerin, die ihre geliebten Gemälde vor den Bomben des zweiten Weltkriegs bewahren will. Ein einziger Abend eröffnet Ulysses eine Sichtweise auf die Welt, die ihn für immer verändert. Nach dem Krieg kehrt er aus Florenz in seine Heimat London zurück, zu den alten Bekannten, die sich täglich in Col’s Pub treffen. Dort wartet auch Peg, die Liebe seines Lebens, die ihr Herz aber an einen amerikanischen Soldaten verloren hat. Ulysses hofft auf einen Neuanfang. Da ihn seine Jahre in Italien nie loslassen, bricht er in ein ungewisses Abenteuer auf: ein Leben in Florenz. Im Gepäck hat er nicht nur Pegs Tochter Alys, sondern auch den alten Cress und den Papagei Claude. Sarah Winman hat einen warmherzigen, atmosphärischen Roman über Freundschaft und Schönheit geschrieben und darüber, dass es nie zu spät für einen Neubeginn ist, auch wenn man sich selbst dafür zu alt fühlt.

Autor*innen: Sarah Winman
Titel: Das Fenster zur Welt
Preis: 26,00€
Übersetzung: Elina Baumbach
Erscheinungsdatum: 20.04.2024
Verlag: Klett Cotta
Seitenzahl: 528
ISBN: 978-3-608-96606-0


Ein weiteres Buch, was mich jetzt in der letzten Januarwoche begleitet hat, ist Die Seehexen von Positano von Sarah Penner. Diese Geschichte erinnert mich ein wenig an Emilia Harts Unbeugsam wie die See und hat mich von der ersten Seite in den Bann gezogen, als ob Sirenen aus der Geschichte rufen und die Leserschaft hineinziehen wollen. Eine ganz tolle und vor allem spannende Geschichte, die für einen passenden Abschluss des ersten Wortweltreisemonats gesorgt hat.


„Die Seehexen von Positano“ – Sarah Penner

Haven Ambrose, eine der führenden Meeresarchäologinnen, ist in das sonnige Städtchen Positano gekommen, um die mysteriösen Schiffswracks an der Amalfiküste zu untersuchen. Insgeheim hofft sie aber, noch mehr zu finden: Sie ist auf der Suche nach einer Truhe mit unschätzbaren Edelsteinen, die ihr Vater auf seinem letzten Tauchgang entdeckt hatte. Nach Havens Ankunft beginnen jedoch seltsame Unglücke die Stadt heimzusuchen. Ist es nur die Natur oder ist hier etwas Düsteres im Gange?
Bei der Suche nach dem Schatz entdeckt Haven eine Erzählung über uralte Magie und eine Frau, die durch die legendäre Kraft der stregheria , der Macht des Ozeans, ihren Geliebten und ihr Dorf retten wollte. Könnte diese Magie hinter den seltsamen Unfällen in Positano stecken? Haven muss den Fluch von Amalfi lösen, bevor alles zerstört wird.

Autor*innen: Sarah Penner
Titel: Die Seehexen von Positano
Preis: 24,00€
Übersetzung: Julia Walther & Ursula Rasch
Erscheinungsdatum: 27.01.2026
Verlag: HaperCollins Hardcover
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-365-01153-9


Bücher, die außerdem gut in diesen Monat gepasst hätten, wären unter anderem Bella Germania von Daniel Speck, Vom Zauber des Untergangs von Gabriel Zuchtriegel, Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier, Wiedersehen mit sich selbst von Melanie Pignitter, Nostalgia Siciliana von Patrizia Di Stefano, Die Melodie der Lagune von Harriet Constable und Die verlorene Tochter von Soraya Lane. Den Großteil dieser Bücher habe ich aber bereits in der Vergangenheit gelesen. Ursprünglich hatte ich ja vor, mehrere Beiträge pro Monat hochzuladen und da wollte ich euch eigentlich Ideen für Leseempfehlungen zu dem jeweiligen Land geben. Aber ich bin ganz ehrlich mit euch: Ich weiß nicht, ob ich das in den nächsten Monaten so schaffen werde.

Aktuell versuche ich mir regelmäßig Zeit für mich zu nehmen. Das bedeutet, dass ich versuche morgens vor der Arbeit zu lesen oder zu stricken und abends auch auf mich und meinen Körper zu achten. Die letzten Monate haben mich ausgebrannt. Ich liebe den Blog und ich liebe auch prinzipiell meinen Job, aber es war in den letzten Wochen und Monaten – und vor allem im Dezember – zu viel. Als Mr. Deviser und ich nach den Weihnachtsterminen im Auto in Richtung nach Hause saßen, fing ich nach zehn Minuten Autofahrt einfach ungehemmt an zu weinen. Ich konnte das einfach nicht kontrollieren. An dem Punkt ist meine ganze Anspannung zusammengebrochen und ich hab mir eingestanden, dass der Stress, den ich durch die Arbeit hatte, aber auch der Stress, den ich mir selbst gemacht habe, weil ich mir und allen anderen gerecht werden wollte, einfach zu viel für mich war. Ich habe nicht mehr auf meinen Körper gehört, der nach Ruhe und Schlaf verlangt hat und habe einfach weiter durchgezogen. Dadurch habe ich mich Ende des Jahres richtig ausgebrannt gefühlt. Ich hatte im Dezember eine Lese- und Hörbuchflaute, was in meinem Job ziemlich kacke ist. Nichts hat mich begeistert und ich konnte mich nicht motivieren, dass ich ein Buch zur Hand nehme oder nebenbei Hörbuch höre. Stattdessen habe ich oftmals in absoluter Stille gestrickt und die Ruhe genossen.

Die Auszeit in den letzten Wochen – die sich nicht nur auf den Blog, sondern auch auf viele soziale Aktivitäten bezogen hat – habe ich dringend gebraucht und ich merke, dass ich langsam wieder zu mir zurückfinde.
Außerdem hat mich Goethe aus meiner Leseflaute geholt und ich habe mich täglich wahnsinnig auf den Reisebericht gefreut – aber auch unser diesmonatiges Circle Book hat mich komplett begeistert.

Ich freue mich auf den nächsten Monat und das nächste Land: Bosnien-Herzigowina. Ich weiß noch nicht, wie häufig ich mich melden werde im kommenden Monat, aber ich freue mich definitiv darauf meine Wortweltreise 2026 weiter durchzuziehen.
Bis bald, eure Franzi ❤

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