Franzis Lebensupdates

Lebenszeichen: Vom Gefühl sich irgendwo verloren zu haben

Hallo ihr Lieben ❤

Kennt ihr mich noch? Ich hab mich jetzt schon längere Zeit nicht mehr hier gemeldet. Das lag daran, dass schlichtweg das Leben dazwischen gekommen ist. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit und Energie für diesen Blog, aber ich habe aktuell nicht einmal wirklich Zeit zum Lesen, was ziemlich blöd ist, wenn man im Buchhandel arbeitet und auch noch nebenbei einen Buchblog hat.

Was soll ich sagen? Ich fühle mich ausgebrannt und so, als ob ich mich selbst in den letzten Monaten irgendwo verloren habe. Vielleicht in Norwegen. Dort war ich nämlich zuletzt so richtig glücklich und frei.

Aber beginnen wir langsam? Was ist so seit Februar passiert?
Ich hatte bereits in meinem letzten Beitrag erwähnt, dass ich Anfang Februar zwei Wochen Bettruhe verschrieben bekommen hatte, weil mich eine Krankheit ereilte, die absolute Ruhe verlangt. Seitdem versuche ich Stück für Stück meine Kondition wieder zu erlangen, was leider nicht in dem Tempo geschieht, wie ich mir das wünsche. An stressigen Tagen muss ich einen Gang runterschalten, da die Schmerzen dann wieder spürbar sind und mich einschränken. Aber immerhin heilen langsam Stück für Stück auch die letzten Narben ab, sodass ich mich langsam wieder etwas wohler in meiner Haut fühle.

Im März und April ist nicht sonderlich viel passiert. Wie gesagt, ich musste erstmal wieder zurück in meinen Alltag finden, ohne zu erschöpft zu sein. Funfact: Das hält sich halt echt zum Teil bis heute und wir haben mittlerweile August. Was lernen wir daraus? Gesundheit ist so wertvoll und ein sehr hohes Gut.

Ende April startete dann aber ein neues Abenteuer für Mr. Deviser und mich. Wir sind in unsere neue Wohnung gezogen, die ein Erstbezug ist und noch so einige Baustellen mit sich gebracht hat. Der Keller war beim Einzug noch nicht fertig, der Balkon wurde Anfang Juni gemacht und das Treppenhaus steht in den nächsten Wochen an.
Zudem haben wir zwar einen Raum mehr bekommen, aber uns Quadratmeter mäßig verkleinert. Und wir haben Dachschrägen dazubekommen, was bedeutet, dass wir nicht mehr für alle Bilder einen Platz haben.

Außerdem sind wir immer noch dran, dass wir diese Wohnung einrichten, da wir uns für viele neue Möbel entschieden haben und auch Lösungen für so manches Platzproblem kümmern mussten. Aber ich hab ja zum Glück einen Mann an meiner Seite, der Bock auf Projekte hat und uns bspw. eine Kücheninsel für günstiges Geld gebaut hat, nachdem das Küchenstudio uns ein Angebot von 2000€ gemacht hatte.

Die Wohnung wird Stück für Stück wohnlicher und gemütlich – heute beginnen wir damit einen Hobby- und Kreativraum für mich auf die Galerie zu bauen, sodass ein breiter Schreibtisch ermöglicht, dass wir auch mal gemeinsam Puzzlen können, ohne dass wir unseren Kram vom Esstisch räumen müssen. Aber trotzdem sind halt auch echt noch einige Baustellen und bei mir hat sich ehrlicherweise noch nicht das Gefühl von „Zuhause“ eingestellt. Das finde ich schade, weil diese Wohnung soll ja unser Rückzugsort sein, aber irgendwie habe ich aktuell das Gefühl, dass noch einiges fehlt, bis das hier wirklich mein Zuhause sein kann.
Ich finde das schade, weil ich eigentlich den Ansatz verfolge, dass ich außer Mr. Deviser eigentlich nichts brauche, um ein Zuhause zu haben. Aber dadurch, dass aktuell so viele Baustellen in meinem Leben sind, habe ich das Gefühl, dass ich wenigstens zu Hause abschalten können muss und Ordnung haben sollte, die halt leider aktuell noch nicht ganz existiert. Klingt das logisch?

Generell habe ich das Gefühl, dass ich mich in den letzten Wochen und Monaten irgendwo verloren habe. Ich habe meine Fröhlichkeit verloren. Vielleicht liegt das daran, dass dieses Jahr auch ein paar Verluste mit sich gebracht hat. Trauerfälle, die einen Stich im Herzen hinterlassen. Stress bei der Arbeit, weil ich so viel auffangen muss, da ich eine gewisser Verantwortung habe. Meinungsverschiedenheiten, die in einer Beziehung durchaus dazugehören und trotzdem nie leicht sind. Verluste, da Freunde ihren eigenen Weg gehen und neue Städte zu ihrer neuen Heimat machen müssen.
Das alles gehört zum Leben dazu, aber dennoch führt es dazu, dass man ein kleines Stück von sich verliert.

Wie bereits oben erwähnt, waren Mr. Deviser und ich im Juni in Norwegen und das waren die schönsten zwei Wochen seit langem. Ich habe mich so frei und unbeschwert gefühlt. Wir haben Papageientaucher in freier Wildbahn gesehen, sind durch Gletscher und Passstraßen gefahren, haben wunderschöne Natur gesehen und sind zu wunderschönen Berg- und Gletscherseen gewandert. Das war bis jetzt das Schönste, was mir in diesem Jahr passiert ist und am liebsten wäre ich wieder da. Wieder in Norwegen, wieder bei dieser unbeschwerten Version meinerselbst.

Ich weiß, das hier ist ein Buchblog und wenn ich die Zeit finde, werde ich auch wieder entsprechende Beiträge posten, aber aktuell brauche ich einfach die Zeit um zu mir selbst zu finden oder vielleicht um mich einfach generell wiederzufinden. Ich will mich wieder wohlfühlen und mein echtes ehrliches Lächeln zurückgewinnen. Und ich will diese schweren Gewichte von meinen Schultern abwerfen, aber ganz ehrlich? Das wird dauern und ich hoffe, ihr verzeiht mir, wenn ich mich weiterhin erstmal nicht mehr melden werde. Falls es Updates gibt, werde ich euch darüber berichten, aber bis dahin melde ich mich erstmal ab.

Eure Franzi!

Ein Gedanke zu „Lebenszeichen: Vom Gefühl sich irgendwo verloren zu haben“

Hinterlasse einen Kommentar